Tageslosungen in Zeiten von COVID-19

Generelle Information zum Umgang mit der COVID 19 – Thematik siehe 17. März oder hier klicken.


Vom 18. März bis zum 09. Mai 2020 - dem Tag vor dem ersten Gottesdienst - haben unsere Seelsorger unserer Pfarrei einen täglichen Gruß geschrieben, ein „Wort der Ermutigung."


Die Beiträge in der Woche vom 04. Mai bis zum 09. Mai stammen von Franziska RaetschFür Anregungen, Kommentare zu den Losungen können Sie gerne eine e-mail schreiben an franziska.raetsch@elkb.de.

Religions-Pädagogin Franziska Raetsch
Franziska Raetsch ist als Religionspädagogin 
in Feldkirchen-Aschheim
sowie in der Cantate-Kirche
in Kirchheim tätig. 

Sie hält regelmäßig Gottesdienste,
organisiert die Kinder- und Jugendfreizeiten
und vertritt auch die Gemeinde bei Veranstaltungen.


09. Mai 2020 Tageslosung

Denn der HERR, dein Gott, hat dich gesegnet in allen Werken deiner Hände.
5. Moses 2,7



08. Mai 2020 Tageslosung

Herr, laß mir deine Barmherzigkeit widerfahren, daß ich lebe
Psalm 119,77



07. Mai 2020 Tageslosung

Du bist ein Gott der Vergebung, gnädig und barmherzig, langmütig und reich an Güte 

Nehemia 9,17



06. Mai 2020 Tageslosung

Ich will die Finsternis vor ihnen her zum Licht machen und das Höckerige zur Ebene 
Jesaja 42,16 



05. Mai 2020 Tageslosung

Christus ist das Ebenbild des unsichtbaren Gottes, der Erstgeborene vor aller Schöpfung. Denn in ihm ist alles geschaffen, was im Himmel und auf Erden ist, das Sichtbare und das Unsichtbare.  
Kol 1,15-16


04. Mai 2020 Tageslosung

Der Knecht im Gleichnis sprach: Herr, es ist geschehen, was du befohlen hast; es ist aber noch Raum da. Und der Herr sprach zu dem Knecht: 
Geh hinaus auf die Landstraßen und an die Zäune und nötige sie hereinzukommen, dass mein Haus voll werde. 
Lk 14,22-23


Die Beiträge in der Woche vom 26. April bis 03. Mai stammen von Pfarrer Torsten Bader.


Pfarrer Torsten Bader

03. Mai 2020 Podcast (Jubilate)


Den Podcast der Woche können Sie auch unter der Telefonnummer 089 90969208 anhören, die Sie gerne an Interessierte ohne Internetzugang weitergeben können.


02. Mai 2020

Verwirf mich nicht von deinem Angesicht, und nimm deinen heiligen Geist nicht von mir.
Psalm 51,13

Wir danken Gott, dem Vater unseres Herrn Jesus Christus. Er hat uns errettet aus der Macht der Finsternis und hat uns versetzt in das Reich seines geliebten Sohnes.
Kolosser 1,3.13

Tja, der alte Luther: „Der Mensch sei ein Esel. Er kann nur sorgen, ob Gott oder der Teufel ihn reitet.“ … aus der Exousia (dem Machtbereich) der Finsternis hat ER uns versetzt (metestesen) in die basileia (Königreich) des Sohnes.

Man kann das nun entlang es alten Investiturstreits (https://www.youtube.com/watch?v=QEAsr90lTIc) diskutieren: Wer hat letztlich Vorrang über Christen / getaufte Menschen: Kaiser oder Papst? Der weltliche Regent, sei er nun König, Diktator oder gewählter Kanzler – oder Gott und der Bischof / die Kirche? 
Kurz: Gesetz oder Gewissen. Wo liegt der Primat, was ist wichtiger?
Man kann es also kategorisch diskutieren. Ich zitiere aber lieber nochmal Skender (Sie erinnern sich?). Er sagt: „Finsternis kann man nicht messen. Nur Licht. Und Finsternis ist die Abwesenheit von Licht.“ Ob man Licht nun misst in Lumen, Candela oder Lux – Recht hat er, unterschiedliche Aspekte sind das nur.
Die Finsternis ist also ein Nichts, ein Nicht-S(ch)ein – und hat dennoch so viel Macht, immer wieder. Über Seelen.
Nee nee. Mich zieht es zum Licht. Wie eine Sonnenblume. Die ist nicht umsonst mein nächstes Tattoo (sobald man wieder darf, natürlich). Wie die Sonnenblume mag ich meinen Kopf und meine Gedanken immer der Sonne zuwenden. Ich mag Gott lieben. ER hat es mir möglich gemacht. Ich bin versetzt in den Schutzbereich seiner Liebe. Amen!


01. Mai 2020

Ist denn die Hand des HERRN zu kurz?
4.Mose 11,23

Schaut die Lilien auf dem Feld an, wie sie wachsen: Sie arbeiten nicht, auch spinnen sie nicht. Ich sage euch, dass auch Salomo in aller seiner Herrlichkeit nicht gekleidet gewesen ist wie eine von ihnen. Darum sollt ihr nicht sorgen und sagen: Was werden wir essen? Was werden wir trinken? Womit werden wir uns kleiden?
Matthäus 6,28-29.31

Der Marienmonat Mai beginnt mit dem Gedenken an „Josef, den Arbeiter“ ;-) …
… spannend, wie sich Arbeit und Religion, Spiritualität und Broterwerb, Berufung und Beruf, Glaube und Leben, Sonntag und Alltag an diesem Tag verbinden.
Aber wie sollte man es auch trennen? 
Wir neigen manchmal dazu, zu trennen: als hätten Arbeitnehmer und Arbeitgeber quasi per Naturgesetz gegensätzliche Interessen.
In unserer Pfarrei im Umgang mit unseren Angestellten habe ich die Erfahrung gemacht, dass es gut gehen kann, wenn in Streitfällen von vornherein die Mitarbeitervertretung an den Tisch geholt wird. So gestalten wir einvernehmliche Lösungen, die schon allein durch das Prozedere ihres Zustandekommens auch im Nachgang allseitige Akzeptanz erfahren und behalten. Der berühmte „dritte Weg“ der Kirche im Arbeitsrecht kann gelingen!
Am 1. Mai werden die Maibäume aufgestellt. 

Heuer leider nicht. Aber wenn, dann singen wir auch die Bayernhymne. Ich mag es, wie darinnen Gott und Welt sich umarmen. Ich mag auch die Version wie sie zur Zeit immer um 17Uhr zu hören ist. Mir gibt das ein gutes Gefühl des Geborgenseins unter einem weiten Himmel: https://www.youtube.com/watch?v=rMzDZ6_Cz4Q


30. April 2020

Gott ist dennoch Israels (SEINes Volkes) Trost für alle, die reinen Herzens sind.
Psalm 73,1

Ihr Lieben, wenn uns unser Herz nicht verdammt, so reden wir freimütig zu Gott, und was wir bitten, empfangen wir von ihm; denn wir halten seine Gebote und tun, was vor ihm wohlgefällig ist.
1.Johannes 3,21-22

So ein Selbstvertrauen, ja: so eine Selbsterkenntnis, die zu einem solchen Selbstbewusstsein führt, hätte ich auch gerne: „… wir halten seine Gebote und tun, was vor ihm wohlgefällig ist.“
Mein Bestreben ist das schon.
Aber oft sage ich auch: „Perfektion ist ein Zustand, den wir erstreben.“
Heißt es nicht in der jüdischen Tradition: „Wenn nur drei Gerechte für einen vollen Tag das ganze Gesetz halten, so kommt das Paradies“? 
Und?
Ich halte es mit Skender, einem ethnischen Albaner kosovarischer Nationalität (Stop: er hat jetzt die deutsche Staatsangehörigkeit), der Geschichte studieren wollte und nun LKW-Fahrer ist (weil die BRD sein jugoslawisches Abitur nicht anerkannt hat) und mit dem sich vortrefflich diskutieren lässt (Zitat: „Ich bin geborenen Muslim aber ich schätze Martin Luther sehr.“) Skender empfiehlt die >10 Gebote<: Lies das, und du hast deine Richtschnur fürs Leben.
Und so, um das Herz zu reinigen, empfehle ich mir und Ihnen heute einmal wieder diese Lektüre:
1. Ich bin der Herr, dein Gott. Du sollst keine anderen Götter haben neben mir.
2. Du sollst den Namen des Herrn, deines Gottes, nicht missbrauchen.
3. Du sollst den Feiertag heiligen.
4. Du sollst deinen Vater und deine Mutter ehren.
5. Du sollst nicht töten.
6. Du sollst nicht ehebrechen.
7. Du sollst nicht stehlen.
8. Du sollst nicht falsch Zeugnis reden wider deinen Nächsten.
9. Du sollst nicht begehren deines Nächsten Haus.
10. Du sollst nicht begehren deines Nächsten Weib, Knecht, Magd, Vieh noch alles, was dein Nächster hat.

(Hinweis: Bei der Zählung der Gebote gibt es im Judentum und in den christlichen Kirchen unterschiedliche Traditionen. Die hier wiedergegebene Fassung folgt der lutherischen und römisch-katholischen Tradition. Eine andere Zählung ergibt sich dort, wo das Bilderverbot – „Du sollst dir kein Bildnis machen“ - als zweites Gebot aufgeführt wird, so in der anglikanischen, reformierten und orthodoxen Tradition. Dort werden dann „neuntes“ und „zehntes“ Gebot als ein Gebot verstanden.)

Und weil wir schon interreligiös-ökumenisch unterwegs sind: hier ein sehr schöner Jingle: https://www.youtube.com/watch?v=pEdhETSf8fk


29. April 2020 
Alles, was dir vor die Hände kommt, es zu tun mit deiner Kraft, das tu.
Prediger 9,10

Seid nicht träge in dem, was ihr tun sollt. Seid brennend im Geist. Dient dem Herrn.
Römer 12,11

„Mein Lohn ist, dass ich dienen darf.“
Das ist das – ich sag´s gleich: heute gerne mal verspottetes – Lebensmotto vieler Diakonissen. Wilhelm Löhe, der Begründer der Neuendettelsauer Diakonie, soll diese Zeilen einst in das Poesiealbum einer Schülerin notiert haben (siehe: http://diakonissen-neuendettelsau.de/Was-Diakonissen-in-Neuendettel.564....). Im Folgenden kleinen Zwiegespräch finden Sie immer fett gedruckt die Zeilen aus dem Poesiealbum, zusammengenommen bis heute das Leitmotiv der Schwestern … im Gespräch mit dem „großen ABER unserer ZEIT“. 
Ich finde bis heute und gerade Heute: ein herzliches „Vergelts GOTT“ ist und bleibt der schönste Dank und Segen.
Aber lesen Sie selbst:
Diakonissenspruch


28. April 2020 

So richtet nun euer Herz und euren Sinn darauf, den HERRN, euren Gott, zu suchen.
1. Chronik 22,19 

Lauft so, dass ihr den Siegespreis erlangt. 
1. Korinther 9,24

Heute eröffnet die BILD mit der Rechnung: „Jeder verliert 3600,-€ in der Krise.“ Und ein Virologe mahnt: „Bloß keine Lockerungen, das bringt uns nur eine zweite Infektionswelle.“ Und Armin Laschet stellt fest, dass „die Virologen einander widersprechen.“ Und jemand sagt: „Gesundheit geht vor.“ Und Wolfgang Schäuble sagt: „Gesundheit ist kein absoluter Wert im Sinne der Verfassung.“ Ich finde das mittlerweile sehr verwirrend - abgesehen von zwei Vorschlägen, bei denen ich klar mit „Nein“ stimmen würde: >Tempo 30 auf Autobahnen< um Verkehrstote zu vermeiden und >Bundesliga mit Mundschutz<. Und so geht es auch vielen Menschen: die Lockerungen hier und Verschärfungen dort lassen den Druck steigen. Der Ton wird gereizter.

Ich habe Sorge davor, dass wir uns wehtun und einander böse verletzen, wenn es so weitergeht. In der ersten Reaktion waren wir einig, sozusagen im Errichten des Staudamms gegen die Flutwelle der tödlichen Infektionen. Jetzt werden hier und da kleine Lockerungen ermöglicht, sozusagen Löchlein im Staudamm gebohrt. Sowas geht nie gut, wenn ich vom Bild auf die Realität schließen will … …

Daher mein Vorschlag im Sinne der Losung und zurückgreifend auf einen der allerersten und bis heute von allen für sinnvoll erachteten Vorschlag: Hände waschen. Wie lange? Ein VATER UNSER lang.

Kein Witz.
Probieren Sie es aus.
In tiefer Ruhe gesprochen dauert das Vaterunser etwa die 60sec, die es zur Gründlichkeit braucht.
Dass Reinigung ein wichtiger Teil religiöser Rituale schon immer war, sei hier nur nebenbei, aber nicht absichtslos, erwähnt.

Möge Sie die innere Ruhe, mit der Sie die Hände gereinigt haben, in den Tag begleiten. Als äußere und innere Hygiene: auf dass wir den HERRN suchen und so den Siegespreis erlangen mögen.


26. April 2020 Podcast (Misericordias Domini)

Den Podcast der Woche können Sie auch unter der Telefonnummer 089 90969208 anhören, die Sie gerne an Interessierte ohne Internetzugang weitergeben können.


Die Beiträge in der Woche vom 19.04.2020 bis 25.04.2020 stammen von Yvonne Havenstein.

Religions-Pädagogin Nina Petzoldt

Yvonne Havenstein ist seit Jahren an unterschiedlichen Stellen in unserer Gemeinde engagiert.


Dieses Jahr hält sie als Lektorin mehrmals Gottesdienste in Feldkirchen und Aschheim. 

Ihre Rückmeldung gerne an YvonneHavenstein@gmx.de

 


25. April 2020 - Audiobeitrag


24. April 2020 - Audiobeitrag


23. April 2020 - Audiobeitrag


22. April 2020 - Audiobeitrag


21. April 2020 - Audiobeitrag


20. April 2020 - Audiobeitrag


Audio-Beitrag am 19.04.2020 (Weißer Sonntag) von Pfarrer Torsten Bader


 Pfarrer Torsten Bader

19. April 2020 Podcast zum "Weissen Sonntag"

Den Podcast der Woche können Sie auch unter der Telefonnummer 089 90969208 anhören, die Sie gerne an Interessierte ohne Internetzugang weitergeben können.


Die Beiträge in der Woche vom 13.04.2020 bis 18.04.2020 stammen von Nikoline Petzoldt.

Religions-Pädagogin Nina Petzoldt

Nikoline Petzoldt ist Religionspädagogin und
Vertrauensfrau des Kirchenvorstands der Gemeinde. 

Als Prädikantin hält sie regelmäßig Gottesdienste
und ist in der Konfirmandenarbeit als auch im 
Prodekanat engagiert.

Ihre Rückmeldung gerne an nina@petzoldt.de


18. April 2020 - Audiobeitrag


17. April 2020 - Audiobeitrag

Foto zum Podcast 17.04.2020


16. April 2020 - Audiobeitrag


15. April 2020 - Audiobeitrag


14. April 2020 - Audiobeitrag


13. April 2020 Ostermontag - Audiobeitrag


Audio-Beitrag am Ostersonntag 12.04.2020 von Pfarrer Torsten Bader


 Pfarrer Torsten Bader

12. April 2020 Podcast zu Ostersonntag

Den Podcast der Woche können Sie auch unter der Telefonnummer 089 90969208 anhören, die Sie gerne an Interessierte ohne Internetzugang weitergeben können.


Die Beiträge in der Woche vom 06.04.2020 bis 11.04.2020 stammen von Günter Johannsen.

Religions-Pädagogin Franziska Raetsch

Günter Johannsen ist Diakon 
und Mitglied im Kirchenvorstand in unserer Gemeinde. 

Wenn er nicht durch Corona daran gehindert wird,
hält er regelmäßig Gottesdienste in Feldkirchen und
Aschheim.

Ihre Rückmeldung gerne an GuenterJohannsen@web.de


11. April 2020 KARSAMSTAG Tageslosung

Ach, HERR, wenn unsre Sünden uns verklagen, so hilf doch um deines Namens willen! 
Jeremia 14,7

Christus hat unsre Sünden selbst hinaufgetragen an seinem Leibe auf das Holz, damit wir, den Sünden abgestorben, der Gerechtigkeit leben. 
1.Petrus 2,24 

Karsamstag: Heute gedenken Christen weltweit der Grablegung  Jesu nach seiner Kreuzigung. Die Jünger sind geschockt und wie erstarrt. Totenstille. „Hinabgestiegen in das Reich des Todes“. Die Zeit steht still. Alles scheint unwirklich. Ist jetzt alles aus und vorbei? Die Jünger fragen: Welchen Sinn macht das? Wozu soll das gut sein, fragen wir heute angesichts der lebensbedrohlichen Corona-Krise. 
Eine gewagte These: Vielleicht will uns die Corona-Krise daran erinnern, dass wir eines nicht vergessen möchten: wir sind sterblich. Und: „Dass wir auf dieser Welt nicht ganz zu Hause sind.“ (H. Böll) 
„Lehre uns bedenken, dass wir sterben müssen, auf dass wir klug werden.“
(Psalm 90,12)

 Halbmond

Der Tod ist die uns zugewandte Seite der Ewigkeit - Der Tod ist die uns zugewandte Seite dieses Ganzen, dessen andere Seite Auferstehung heißt. Jesus Christus hat dem Tod die Spitze  - die Macht -  genommen. Psalm 90,12 will mich darauf hinweisen, dass ich in meinem Leben immer wieder frage, was wirklich zählt, wenn ich mein Leben vom Ende her betrachte. Mit Gott können Menschen über sich selbst hinauswachsen und zu ihrer eigentlichen Bestimmung finden.
Heute ist Karsamstag. Morgen wird sich Maria auf den Weg machen, und sie wird ein leeres Grab finden. Und einen Engel der ihr sagt: Fürchte dich nicht!

Wir beten:
„Bruder Christus, abgrundtief hast du für die Welt gelitten. Einsam  in der Hölle Mitten, bis dich Gott ins Leben rief. Du bist Gottes Angesicht. Nur um deiner Liebe willen will ich meine Klage stillen, Bruder Christus, Trost und Licht!“ Amen (Jörg Zink)

Liedvorschlag: 

EKG 85 „Oh Haupt voll Blut und Wunden“


10. April 2020 KARFREITAG

Pfarrer Torsten Bader zu Karfreitag in unseren Kirchen:
 

Tageslosung

„Also hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, auf das alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben.“ 
Johannes 3,16

An Karfreitag gedenkt die Christenheit des Sterbens Jesu am Kreuz. Es ist Gottes Plan, dass Jesus sein Leben am Kreuz hingibt, um uns Menschen mit dem Vater zu versöhnen. Kein Mensch kann aus eigener Gerechtigkeit – aus eigenem Vermögen -  vor Gott bestehen. Aber Gott möchte nicht, dass wir Menschen verloren gehen. Darum nimmt Jesus stellvertretend alle Schuld auf sich. Ich weiß: Das ist für uns sehr schwer zu begreifen.
„So sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen einzigen Sohn dahingab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht zugrunde geht, sondern das ewige Leben hat.“ In der Bibel kann ich -  wenn  ich will -  auf jeder Seite erkennen, was die Absicht Gottes ist, worum es ihm geht: um uns Menschen, seine Geschöpfe, die er liebt. Er will uns Menschen ganz nahe sein. Es geht ihm darum, mit uns zu sein, helfend, rettend, barmherzig, gnädig. Gott will unser Heil und er will uns segnen!
Und doch gibt es immer wieder Leid und Not in dieser Welt. Wie z.B. jetzt diese Corona-Krise, die uns alle ängstigt und wieder fragen lässt: warum lässt Gott das zu? Wozu soll das gut sein? Ich kann es nicht beantworten.
Ich kann letztlich nur - wie uns Dietrich Bonhoeffer empfiehlt - darüber nachdenken und meditieren:

„Wir müssen uns immer wieder sehr lange und sehr ruhig in das Leben, Handeln, Leiden und Sterben Jesu versenken, um zu erkennen, was Gott verheißt und was er erfüllt. Gewiss ist, dass im Leiden unsere Freude, im Sterben unser Leben verborgen ist; gewiss ist, dass wir in dem allen in einer Gemeinschaft stehen, die uns trägt….

Von guten Mächten treu und still umgeben
Behütet und getröstet wunderbar
So will ich diese Tage mit euch leben
Und mit euch gehen in ein neues Jahr
Von guten Mächten wunderbar geborgen
Erwarten wir getrost was kommen mag
Gott ist mit uns am Abend und am Morgen
Und ganz gewiss an jedem neuen Tag … „

Wir beten:
Herr, du kennst unsere Schwächen. Du weißt, wie leicht wir den Mut verlieren … wir ängstlich wir oft unsere Schritte setzen. Aber du hast uns in die Nachfolge gerufen. Wir bitten dich: Wirke in uns. Brauche uns und mach uns brauchbar. Amen

Liedvorschlag: 

EKG 637 „Von guten Mächten treu und still umgeben“.


09. April 2020 Tageslosung

Lasst uns gehen, den HERRN anzuflehen und zu suchen den HERRN Zebaoth; wir wollen mit euch gehen. 
Sacharja 8,21 

Als sie den Lobgesang gesungen hatten, gingen sie hinaus an den Ölberg
Markus 14,26 

Heute ist Gründonnerstag. Wenn in jüdischen Familien der Tag der ungesäuerten Brote begangen wird, stellt immer der Jüngste am  Tisch die Frage: 
„Was unterscheidet diese Nacht von allen anderen Nächten? Jede andere Nacht essen wir gesäuertes oder ungesäuertes Brot, diese Nacht nur ungesäuertes; jede andere Nacht genießen wir jedes Kraut, diese Nacht bitteres Kraut.“ Die Antwort: „Einst waren wir Sklaven des Pharao in Ägypten, aber der Ewige, unser Gott, führte uns von da heraus mit starker Hand und ausgestrecktem Arm. Hätte der Heilige - gelobt sei er - unsere Väter nicht aus Ägypten (aus der Knechtschaft) geführt, wahrlich, wir, unsere Kinder und Kindeskinder hätten auf ewig in Ägypten Sklaven bleiben müssen.“

Wahrscheinlich haben Jesus und seine Jünger am Tag der Einsetzung des Abendmahls auch darüber gesprochen? Für die Jünger unterscheidet sich diese Nacht also auch von den anderen Nächten: es wird für die Jünger die Nacht der Enttäuschung und der scheinbare Zusammenbruch all ihrer Wünsche und Hoffnungen, die sie mit der Jesus-Bewegung verbunden hatten. Drei Tage später begreifen die Jünger, was in dieser Nacht wirklich geschehen ist. Denn das ist der eigentliche Ursprung all ihrer Hoffnungen: Das Kreuz, was sie trennte, ist nun zum Zeichen einer ganz neuen Gemeinschaft geworden! Unerwartet und ohne Vorbereitung wurden die Jünger berufen. Jesus wählte sich einfache Fischer als seine Jünger aus, die seine Botschaft in die Welt zu den Menschen tragen sollen. 
Er wählte niemanden mit höherer Schulbildung, niemanden, der in der Gesellschaft hervorgehoben war oder zur Elite gehörte. „Gott beruft nicht Befähigte, sondern er befähigt Berufene.“ So formuliert es der bekannte Autor, TV-Moderator und bekennende Christ Peter Hahne heute. 
Einfache Menschen sind berufen, die Welt zu verändern. Wir glauben: Jesus ist immer bei uns - bis an das Ende der Welt. Das unterscheidet diese Nacht von allen anderen Nächten. Darauf vertrauen wir Christen!

Vater unser im Himmel,
geheiligt werde dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe,
wie im Himmel so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld,
wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn dein ist das Reich und die Kraft
und die Herrlichkeit in Ewigkeit.
Amen.

Liedvorschlag: EKG 98  „Korn das in die Erde“.


08. April 2020 Tageslosung

Erfreue mich wieder mit deiner Hilfe, und mit einem willigen Geist rüste mich aus. 
Psalm 51,14 

Eure Traurigkeit soll zur Freude werden. 
Johannes 16,20 

Jesus bereitet seine Jünger auf den Abschied vor, und er spricht ganz offen vom Schmerz, den sie erfahren werden. Dem Schmerz darüber, dass sein Leben ein Ende hat und dass die Gemeinschaft mit ihm ein Ende hat. Ist der Abschied ein Abschied für immer? Manchmal trügt der Schein!
Zu diesem Zeitpunkt wissen die Jünger nicht, was wir wissen und was sie bald erfahren werden: Jesus geht jetzt seinen Weg bis zum bitteren Ende am Kreuz. Aber wie gesagt: der äußere Schein trügt. Es ist nicht ein Abschied für immer … : „Eure Traurigkeit soll zur Freude werden.

Vom bedeutendsten deutschen Schriftsteller der Nachkriegszeit, Heinrich Böll, ist folgender Text: 

„Wenn die Raupen wüssten, was einmal sein wird
wenn sie erst Schmetterlinge sind,
sie würden ganz anders leben:
froher, zuversichtlicher und hoffnungsvoller.
Der Tod ist nicht das Letzte.
Der Schmetterling ist das Symbol der Verwandlung,
Sinnbild der Auferstehung.
Das Leben endet nicht, es wird verändert.
Der Schmetterling erinnert uns daran,
dass wir auf dieser Welt nicht ganz zu Hause sind.“ 

Wir beten:
Herr, unser Gott, du bist oft anders, als wir dich denken.
Manchmal wollen wir dich festlegen auf unser Bild von dir.
Wie du wirklich bist und uns willst, hast du uns in Jesus Christus gezeigt. Er, dein Sohn … Licht von deinem Licht, ist demütig, aber konsequent seinen Weg gegangen. So hast du uns gerettet.
Wir danken dir, dass du gekommen bist in dem Menschen Jesus Christus 
Und dass du uns so nahe bist. Heute, und alle Tage und immer.
Amen.

Liedvorschlag:

EKG 209 „Ich möchte, dass einer mit mir geht“.


07. April 2020 Tageslosung

Der HERR, der König Israels, ist bei dir, dass du dich vor keinem Unheil mehr fürchten musst. 
Zefanja 3,15 

Jesus sprach zu den Jüngern: Was seid ihr so furchtsam? Habt ihr noch keinen Glauben? 
Markus 4,40

Jesu und seine Jünger fahren mit dem Schiff ans andere Ufer des Sees. Da erhob sich plötzlich ein fürchterlicher Sturm. Die Wellen schlugen schon ins Boot, so dass es drohte, unterzugehen. Aber Jesus war eingeschlafen. In Todesangst weckten die Jünger Jesus und schrien: „Macht es Dir nichts aus, dass wir umkommen?!“

Kommt uns gerade jetzt in der Corona-Krise dieser Schrei nicht bekannt vor? Jesus, wann hilfst du uns, siehst Du nicht, wie schlecht es uns geht? Jesus, ist dir das egal? Jesus antwortet: Warum fürchtet ihr euch so, wenn ich bei Euch im Boot bin? "Habt ihr noch keinen Glauben?" Vertraut ihr mir nicht? Egal, wie die Stürme in eurem Leben aussehen werden, wenn ich mit euch unterwegs bin, gibt es keinen Grund mehr, die Nerven zu verlieren.

Wer Jesus glaubt und vertraut, muss sein Leben nicht hundertprozentig absichern. Wer wie Jesus sich voll auf Gott verlässt, muss nicht immer genau wissen, ob ich diesem oder jenen Menschen 100-prozentig vertrauen kann oder nicht. Wenn ich mich in Gott geborgen weiß, bekomme ich immer wieder Mut, mich auf andere Menschen einzulassen – das Vertrauen auf andere Menschen zu wagen.

„Die Freunde Jesu in einem Boot. Wie eine Nussschale im Meer.
Wird unser Schiff standhalten? Wo ist das Ufer? Wer trägt uns?
Dem Übermächtigen und Dunklen in dieser Welt ausgesetzt
Und doch in der Hand Gottes geborgen.
Zur Freiheit berufen und ganz und gar aufeinander angewiesen.
SO erfahren wir unser Leben.

Vielleicht war der Herr noch nie so nahe, 
weil wir noch nie so ungesichert waren.
“ (Wolfgang Tarara SJ)

Wir beten:
Herr, ich bitte dich nicht um ein ruhiges Leben, warm und satt, windstill und wellenlos. Ich bitte dich aber, bleibe in meinem Boot, das andere Ufer rückt näher, der Sturm nimmt zu und die Angst. Bleibe bei mir, mein Gott!
Amen
(nach einem Gebet in „Glaube & Lob Gottes“)

Liedvorschlag:

EKG 438 „Herr, bleibe bei uns“ (Kanon)


06. April 2020 Tageslosung

Wenn ich auch noch so viele meiner Gebote aufschreibe, so werden sie doch geachtet wie eine fremde Lehre. 
Hosea 8,12

Jesus spricht: Ich bin dazu geboren und in die Welt gekommen, dass ich die Wahrheit bezeuge. Wer aus der Wahrheit ist, der hört meine Stimme. 
Johannes 18,37

Die Verabsolutierung der eigenen Standpunkte (ob links – rechts - liberal –konservativ) ist weder hilfreich, noch einer christlichen Gemeinschaft zuträglich. Es geht doch hauptsächlich um das Gelingen von Vielfalt im Miteinander aller Menschen aller Länder. Wenn wir uns nicht von radikalen Kräften auseinander dividieren lassen wollen, müssen wir uns heute wieder stärker aufeinander einlassen und ganz neu lernen, in Toleranz und Wahrhaftigkeit aufeinander zuzugehen und miteinander umzugehen. Wir können uns dann auch wieder mit unseren verschiedenen Denkweisen und Überzeugungen gegenseitig bereichern und voneinander lernen! Tun wir es doch einfach. Es lohnt sich! 
Als Jesus von Pilatus verhört wird, antwortet er auf die Frage, ob er ein König sei: „Wer aus der Wahrheit ist, der hört meine Stimme“ (18,37). Damit kann Pilatus nichts anfangen und er fragt eher lakonisch: „Was ist (schon) Wahrheit?“ Pilatus erkennt nicht, dass die Wahrheit vor ihm steht – Jesus Christus. Da ist wohl Pilatus nicht der Einzige … 
Jesus erklärt dann, seine Kreuzigung schon in Sichtweite: „Mein Reich ist nicht von dieser Welt.“ Das heißt doch auch: Die Grenze zwischen Erde und Himmel – zwischen Tod und Leben ist in ihm aufgehoben!
ER ist der Weg, die Wahrheit und das Leben, weil er keine faulen Kompromisse eingeht. Er ging seinen Weg bis zum bitteren Ende am Kreuz. Albert Einstein zu Jesus Christus: „In ihm hat sich Gott am deutlichsten vor uns hingestellt.“

Wir beten:
Noch bevor wir dich suchen, Gott, bist du bei uns. Bevor wir deinen Namen kannten, warst du schon unser Gott. Öffne unser Herz für das Geheimnis, in das wir aufgenommen sind: Dass du uns zuerst geliebt hast, und dass wir glücklich und ganz sein dürfen mit dir. Nicht, weil wir gut sind, sondern weil du Gott bist, dürfen wir dir nahe sein. Amen.

Liedvorschlag:
041 „Gottes Liebe ist wie die Sonne, sie ist immer und überall da“.


Audio-Beitrag am Sonntag, 05. April von Pfarrer Torsten Bader


Pfarrer Torsten Bader

05. April 2020 Podcast zu Palmarum

Den Podcast der Woche können Sie auch unter der Telefonnummer 089 90969208 anhören, die Sie gerne an Interessierte ohne Internetzugang weitergeben können.


Die Beiträge in der Woche vom 30.03.2020 bis 04.04.2020 stammen von Franziska Raetsch.
Für Anregungen, Kommentare zu den Losungen können Sie gerne eine e-mail schreiben an franziska.raetsch@elkb.de.

Religions-Pädagogin Franziska Raetsch
Franziska Raetsch ist als Religionspädagogin 
in Feldkirchen-Aschheim
sowie in der Cantate-Kirche
in Kirchheim tätig. 

Sie hält regelmäßig Gottesdienste,
organisiert die Kinder- und Jugendfreizeiten
und vertritt auch die Gemeinde bei Veranstaltungen.


04. April 2020 Tageslosung

Denn sein unsichtbares Wesen – das ist seine ewige Kraft und Gottheit – wird seit der Schöpfung der Welt, wenn man es wahrnimmt, ersehen an seinen Werken, sodass sie keine Entschuldigung haben.
Römer 1,20



03. April 2020 Tageslosung

Wandelt als Kinder des Lichts; die Frucht des Lichts ist lauter Güte und Gerechtigkeit und Wahrheit.
Epheser5, 8-9



02. April 2020 Tageslosung

Gott du hast mich von Jugend auf gelehrt, und noch jetzt verkündige ich deine Wunder.
Psalm 71,17



01. April 2020 Tageslosung

Es wird gesät verweslich und wird auferstehen unverweslich.
1. Korinther 15,42



31. März 2020 Tageslosung

Durch Jesus Christus werdet auch ihr mit erbaut zu einer Wohnung Gottes im Geist
Epheser 2,22



30. März 2020 Tageslosung

Wo ist jemand, wenn er fällt, der nicht gern wieder aufstünde? Wo ist jemand, wenn er irregeht, der nicht gern wieder zurechtkäme?
Jeremia 8,4

Falls Sie mehr über das Projekt "Feldkirchener Engel" erfahren wollen besuchen Sie unsere Seite https://feldkirchener-engel.yolasite.com/


Audio-Beitrag am Sonntag, 29. März von Pfarrer Torsten Bader


Pfarrer Torsten Bader

29. März 2020 Podcast zu Judica

Den Podcast der Woche können Sie auch unter der Telefonnummer 089 90969208 anhören, die Sie gerne an Interessierte ohne Internetzugang weitergeben können.


Die Beiträge in der Woche vom 23.03.2020 bis 28.03.2020 stammen von Dirk Heidenstecker.
Für Anregungen, Kommentare zu den Losungen können Sie gerne eine e-mail schreiben an dirk.heidenstecker@elkb.de


Dirk Heidenstecker
Herr Heidenstecker war bis 2015
als Religionspädagoge in
Feldkirchen-Aschheim tätig. 

Er ist weiterhin u.a. als Vertretung
bei Gottesdiensten oder in
Projekten unserer Gemeinde aktiv.


28. März 2020 Herrnhuter Tageslosung

Der HERR hat Gefallen an denen, die ihn fürchten, die auf seine Güte hoffen.
Psalm 147,11

Die Sonne lacht vom Himmel – so sagt man. Und zumindest in den letzten Tagen stimmt das oft, hier im Münchner Osten. Dieses „Lachen“ hilft. Schon immer sehen die Menschen Gottes Wirken in der Schöpfung, verbinden die Sonne mit Gottes Antlitz. Also: Hinaus in die Sonne, ab ans Fenster - die wärmende Sonne und die aufblühende Natur schauen und Gottes Gefallen an uns spüren. Ob Ehrfurcht und Hoffnung dafür eine Voraussetzung sind? Vielleicht – aber stärkt die Betrachtung der Natur nicht sogar die Ehrfurcht, stärkt nicht der Frühling unsere Hoffnung? Gott sei Dank!


27. März 2020 Herrnhuter Tageslosung

Es ist das Herz ein trotzig und verzagt Ding; wer kann es ergründen? Ich, der HERR, kann das Herz ergründen und die Nieren prüfen und gebe einem jeden nach seinem Tun.
Jeremia 17,9-10

Daran erkennen wir, dass wir aus der Wahrheit sind, und können vor ihm unser Herz überzeugen, dass, wenn uns unser Herz verdammt, Gott größer ist als unser Herz und erkennt alle Dinge.
1.Johannes 3,19-20

Ein wenig hat es mich zum Schmunzeln gebracht – das Wort vom „trotzig und verzagt Ding“ - ein echter „Luther“: Ein wenig derb, aber treffend und irgendwie liebevoll.

Gerade wenn Widerstand, Zweifel und vielleicht sogar (Selbst-)Verdammnis aus unserem Herz kommen, ist es tröstlich, zu wissen, dass Gott größer ist, und unser Herz liebevoll durch-schaut. Mit den biblischen Bildern vom barmherzigen Vater, vom guten Hirten, von der tröstenden Mutter lässt sich das gut meditieren. Vielleicht bietet sich gerade heute eine Gelegenheit.


26. März 2020 Herrnhuter Tageslosung

Ich bekenne meine Schuld, bekümmert bin ich meiner Sünde wegen.
Psalm 38,19

Die Traurigkeit nach Gottes Willen wirkt zur Seligkeit eine Umkehr, die niemanden reut.
2. Korinther 7, 10

Der heutige Lehrtext ist ein echter „Paulus“ möchte man sagen … In der BasisBibel heißt der Vers: „Denn eine gottgewollte Traurigkeit bewirkt eine Änderung des Lebens, die zur Rettung führt – und die bereut man nicht.“ Eine Traurigkeit, die eine rettende Lebensänderung herbeiführt – das muss etwas anderes sein als das Gefühl der Lähmung und das Niedergedrücktsein der „Volkskrankeit Depression“. Die gottgewollte Traurigkeit ist ein Schmerz, ein Verlust den wir spüren, vielleicht sogar bis zur Auflösung in Tränen, in dem Lebendigkeit ist. Das klingt nach echter Passionszeit – und macht Hoffnung auf Auferstehung!


25. März 2020 Herrnhuter Tageslosung

Wie kehrt ihr alles um! Als ob der Ton dem Töpfer gleich wäre, dass das Werk spräche von seinem Meister: Er hat mich nicht gemacht! und ein Bildwerk spräche von seinem Bildner: Er versteht nichts!
Jesaja 29,16

Alle miteinander bekleidet euch mit Demut.
1.Petrus 5,5

Demut – ein altes Wort – und gerade hochaktuell. Mir ist dazu eine typische Szene aus dem Leben mit Kindern eingefallen: Papa will jetzt gehen, aber die Kleine nicht. Der Vater lässt die Hand nicht los – aber auch seinen Vorsatz nicht. Wenn das Kind den Widerstand nicht zumindest soweit aufgibt, die Füße zu bewegen, könnte es schmerzhaft (für beide) werden …

Wo wir in unserem Leben Demut zeigen gegenüber dem, was uns unweigerlich bewegt, bleiben wir handlungsfähig. Wir gestalten unser Schicksal mit – oder besser: Gottes Lebens-Aufgabe für uns. 


24. März 2020 Herrnhuter Tageslosung

Der HERR ist gerecht in allen seinen Wegen und gnädig in allen seinen Werken.

Psalm 145,17

Der heutige Vers stammt aus einem der „Alphabetpsalmen“ - einer poetischen Kunstform, die jeden Vers mit einem Buchstaben in der Reihenfolge des hebräischen Alphabets beginnen lässt. Der bekannteste ist wohl der Psalm 119, der in der Lutherbibel deswegen auch mit „Das güldene ABC“ überschrieben ist. Nachdem die Losung heute auch ein Dank-Psalm ist, lädt er uns ein zu einem „ABC der Dankbarkeit“. Von A wie „Aufstehen dürfen“ bis Z wie „zauberhafter Sonnenuntergang“ vielleicht?! Wie klingt Ihr ABC der Dankbarkeit heute? Viel Freude beim Dichten!


23. März 2020 Herrnhuter Tageslosung

HERR, du bist's allein, du hast gemacht den Himmel und aller Himmel Himmel mit ihrem ganzen Heer, die Erde und alles, was darauf ist, die Meere und alles, was darinnen ist.

Nehemia 9,6

ALLES hat Gott gemacht – dieses Bekenntnis ist heute die Losung des Tages. Also wohl auch das kleine Virus, das gerade alle Welt in Atem hält?! Ein schwieriger Gedanke, ein Stein des Anstoß. Doch neben all dem Schmerzhaften, den Herausforderungen und Schwierigkeiten dieser Zeit entsteht ja auch noch einiges anderes: Gute Ideen und hilfreiche Initiativen, mehr Besinnung auf das Wesentliche, das Zusammenrücken der Menschen und an manchen Stellen ein Umdenken.

So ist es mir nicht mehr ganz so schwer vorstellbar, dass Gott mit uns Menschen so seltsame Wege geht, wie in diesen Tagen.


Beiträge in der Woche 18.03.2020 bis 22.03.2020 Pfarrer Torsten Bader



Pfarrer Torsten Bader

22. März 2020 Podcast zu Lätare


Den Podcast der Woche können Sie auch unter der Telefonnummer 089 90969208 anhören, die Sie gerne an Interessierte ohne Internetzugang weitergeben können.

Die erwähnten Lieder "Jesu meine Freude" aus dem Evangelischen Gesangbuch 396 und auch das Evangelium Johannes 12, 20-24 finden Sie zum Anhören hier.


21. März 2020 Tageslosung

Der HERR spricht: Ich will Frieden geben in eurem Lande, dass ihr schlaft und euch niemand aufschrecke. 3.Mose 26,6   Der Friede Gottes, der höher ist als alle Vernunft, wird eure Herzen und Sinne in Christus Jesus bewahren. Philipper 4,7

An der Wochen-Wende der ersten Shut-down Woche vom Samstag zum ersten Tag der zweiten Shut-down Woche, die mit dem Sonntag beginnt, dem Tag der Auferstehung, dem >Kleinen Ostern<, das wir jede Woche feiern … wird mir und dir „FRIEDE“ zugesagt; ein Friede, bei dem man einschlummert wie das besagte Baby auf Papa´s Arm in Fliegerstellung. Im Fallen gehalten, über des Himmelpapas Arm. Keine Bruchlandung! Ich genieße diese Wochenwende, trotz allem.


20. März 2020 Tageslosung

Der HERR … birgt mich im Schutz seines Zeltes. (Psalm 27,5) Darum bin ich guten Mutes in (allem) … um Christi willen; denn wenn ich schwach bin, so bin ich stark. (2.Korinther 12,10)

Über das „Zelt“ könnte man nachdenken. Das schützt, aber es hat doch etwas von „auf dem Weg“ und „Eben-nicht-so-fest-wie-eine-Burg“. Mir liegt der „gute Mut“ aber mehr auf dem Herzen: Auch wenn ich schwach bin … 

Also: mit den Worten von Volker Heißmann (Direktor der Komödie Fürth ("Waltraud und Mariechen") im Gespräch mit dem EPD am 16.März 2020): „Lachen stärkt das Immunsystem und wir brauchen momentan ein sehr gutes Immunsystem, damit wir dieses Corona-Virus, selbst wenn wir es bekommen, gleich wieder niederschlagen können. Deswegen glaube ich, ist in diesen schwierigen Zeiten gerade das Lachen sehr, sehr wichtig. Wir dürfen trotz all dem Kummer nicht vergessen: Leben ist etwas Schönes.“ 


19. März 2020 Tageslosung

Der HERR wandte sich Israel (seinem Volk) wieder zu um seines Bundes willen … und wollte sie nicht verderben. 2.Könige 13,23

Mehr braucht es als „ermutigendes Wort“ für heute nicht – eine Ermutigung zu diesem Gebet: „HERR, wende dich mir zu. Ich bin hier!“ Kommen Sie in unsere Feldkirchner Kirche und suchen Sie – proaktiv sozusagen – GOTTes Angesicht, Seine Nähe. Oder machen Sie ein Kirchlein aus der Kammer des Herzens … alles ist gut, was eine Idee ist!

Achja: Herzlichen Glückwunsch allen Josefa´s und Josef´s: Heute ist Euer Namenstag!


18. März 2020 Tageslosung

Ihr habt schon geschmeckt, dass der Herr freundlich ist. (1. Petrusbrief 2,3)

Das „schmecken“ ist symbolisch gemeint. Gemeint sind „alle Sinne“, mit denen ich Mensch wahrnehme. Ja, ich habe wahrgenommen und halte die Aussage als für WAHR: Gott ist gut zu mir.

Was allerdings die Frage groß macht: Und was soll das jetzt – das jetzt grade, mit dem Virus und der Angst und dem Zurückgedrängt werden? Wer fürchtet sich vor dem Alleinsein? Wer freut sich auf die Zeit mit sich? Was soll werden?

Reden wir in einigen Tagen nochmal darüber: Gott war gut zu mir. (?)


17. März 2020 Information zum Umgang mit der COVID 19 – Thematik.


Liebe Besucher/inn/en unserer Homepage, 
wir müssen Sie hiermit darüber informieren, dass die Pfarrei alle ihre Veranstaltungen gemäß der Empfehlung der Landeskirche gecancelt hat. Dies betrifft alle Gruppen & Kreise, auch alle Einzelveranstaltungen und zu unserem großen Bedauern auch die Gottesdienste.

Da diese Regelung voraussichtlich auch über die Osterfeierlichkeiten hinaus Bestand haben wird, wird heuer auch Ostern anders sein: am Karfreitag um 14.30Uhr und am Ostersonntag um 10.30Uhr wird die Kirche in Feldkirchen offen sein und bereit für ein spirituelles Mit-Erleben dieses Festes, bei dem die Angst und das Sterben in Hoffnung und Liebe gewendet werden.


Bis dahin finden Sie unsere Feldkirchner Kirche täglich von 14 – 15 Uhr geöffnet mit Taizémusik und Kerzenschein gefüllt - bereit, Ihr Gebet aufzunehmen und zum Himmel weiterzuleiten!

Kerzenschein

Darüber hinaus bittet unser Landesbischof Herr Prof. Dr. Heinrich Bedford-Strohm, auf Folgendes hinzuweisen:

  • In Rundfunk, Fernsehen und Internet werden täglich kurze Andachten und Gottesdienste zur Verfügung gestellt. Eine Zusammenstellung der Angebote finden Sie hier 
  • Die Telefonseelsorge steht jeden Tag rund um die Uhr für Gespräche zur Verfügung unter der Nummer 0 800 111 0111.


Kommen Sie gut durch diese Zeiten,
b´hüt Sie Gott,
Ihre 
Pfarrer Torsten Bader
ReligionsPädagogin Franziska Raetsch