Aus dem Gemeindeleben

BEI UNS WIRD'S GELEBT!

Selbstverständlich oder doch nicht? Was unterscheidet, was verbindet uns? Wir haben uns diese Fragen gestellt!

Sowohl im evangelischen wie auch im katholischen Pfarrsprengel gibt es Viele, die sich damit beschäftigen und dafür interessieren.

Wir laden Sie herzlichst ein, sich zusammen mit uns und zwei Referenten an zwei Abenden damit auseinander zu setzen und darauf einzugehen.

Am Mittwoch, den 22.1.2020 um 19.30 Uhr im katholischen Pfarrheim Aschheim, wird Prof. em. Dr. Dr. Gunther Wenz (LMU München) auf das Thema „Rechtfertigung – Amt – Sakramente. Zentrale Fragen ökumenischer Theologie“ eingehen.

Am Donnerstag, den 13.2.2020 um 19.30 Uhr in der evangelischen Kirche Feldkirchen, wird Prof. em. Dr. Peter Neuner über das Thema „Das Papsttum und der lange Schatten des 1. Vatikanischen Konzils – Fragen an die Kirche in unserer Zeit“ referieren.

An beiden unabhängigen Abenden wird es die Gelegenheit geben, viele Fragen zu stellen, Antworten zu erhalten, aber auch einen Anhaltspunkt und einen Ausblick für unsere ökumenische Gemeindearbeit zu erlangen.

Und falls noch Fragen offen wären, haben sich beide Referenten einen weiteren Abend freigehalten: Am Donnerstag, den 2.4. um 19.30 Uhr wären beide Professoren noch einmal anwesend, um in freier und fröhlicher Runde ins Diskutieren zu kommen, je nach Bedarf…

Wir hoffen, wir haben Ihr Interesse geweckt und freuen uns auf Sie.

M. Dettweiler, M. Schröder-Richter, R. Kellerer, M. Pfaffrath

 

 

DER HÖRPFAD "HEIMAT HÖREN" MIT ZWEI NEUEN BEITRÄGEN ZUR EVANGELISCHEN KIRCHE

Was ist das Besondere an meiner Heimat? Haben Sie sich das auch schon einmal gefragt? Von Bürgern für Bürger sind mit Unterstützung der VHS OLM, der Stiftung Zuhören und des Bayerischen Rundfunks besondere Stationen aus Aschheim, Kirchheim und Feldkirchen akustisch aufbereitet worden und stehen Interessierten in kleinen Hörstücken zur Verfügung.

Wie funktioniert das? Alle Hörbeiträge können bequem von zu Hause aus auf der Internetseite der VHS OLM  www.vhsolm.de  rechts unten angeklickt und direkt abgerufen werden. In der freien Natur weisen an allen Stationen kleine Tafeln mit Text und QR-Code auf die Stationen hin, der Beitrag kann direkt vor Ort mit einem Smartphone heruntergeladen und angehört werden.

Schnell – einfach – kostenfrei! So erfahren Sie beispielsweise, weswegen die Athene von Dornach knapp 2000 Jahre warten musste, bis sie aus dem Brunnenschacht gerettet wurde oder dass der Dornacher Park früher ein Kiesweiher war. Kürzlich entstanden zwei neue Hörbeiträge zur Segenskirche in Aschheim sowie zur evangelischen Kirche in Feldkirchen. Diese stehen schätzungsweise ab Oktober/November ebenfalls im Internet zum Anhören bereit. Kommen Sie mit auf eine kleine Zeitreise und lauschen Sie der Erzählung über die damalige Errichtung der Segenskirche und einem Eimer Seife, der den Aufbau in letzter Sekunde noch rettete.

Die Beiträge werden in Kürze auf www.vhsolm.de und www.klingende-landkarte.de veröffentlicht.

 

 

MÜNCHENER BAROCKINSTRUMENTALISTEN

Das Ensemble „Münchener Barockinstrumentalisten“ von Maria Barnas wird am Samstag, den 21.12. um 19 Uhr in der Segenskirche ein Adventskonzert veranstalten. Maria Barnas ist in Aschheim bekannt durch ihre Musikschule Dornach und uns als Pfarrei ist sie bekannt durch die Gestaltung des letztjährigen ökumenischen Reformationsgedenkens im Rathaus Feldkirchen. Nun wird sie uns auf die Festtage rund um Weihnachten einstimmen mit einem Ensemble. Herzliche Einladung. 

 

 

ABSCHIEDSGRUß AN DIE GEMEINDEN

Liebe Gemeindemitglieder des Kirchenkreises München und Oberbayern,

das Ende meiner Amtszeit als Regionalbischöfin und Ständiger Vertreterin des Landesbischofs ist in Sichtweite. Ich möchte mich bei Ihnen für das bedanken, was wir in den letzten zwei Jahrzehnten gemeinsam erlebt haben. Besonders dankbar bin ich für die wunderbaren Begegnungen in Gottesdiensten jeglicher Art, bei Gemeindefesten, bei kulturellen oder politischen Veranstaltungen und so vielem anderen mehr. Sie, liebe Schwestern und Brüder, sind der Grund für mich, warum ich mit einer gewissen Wehmut Abschied nehme.

1. Korinther 12, 26: Und wenn ein Glied leidet, so leiden alle Glieder mit, und wenn ein Glied geehrt wird, so freuen sich alle Glieder mit.

Dieser Vers aus einem der wichtigsten und schönsten paulinischen Passagen über die Gemeinde spiegelt für mich die Verbundenheit mit Ihnen bildlich wider. Wir, als Gemeinde, als einzelne Glieder des Leibes Christi, stehen in Verbindung zu einander. Diese innige Verbindung hat mich durch meine Amtszeit getragen.

Der Zukunft gehe ich beschwingt entgegen. Auch nach meiner Amtszeit warten viele neue, aufregende Aufgaben auf mich. So Gott will, bleibe ich aktiv - und wir werden uns bei den unterschiedlichsten Anlässen wiedersehen. Die Verbindung zwischen uns als Kinder Gottes bleibt bestehen. Ich blicke mit Zuversicht und Freude auf das, was kommt.

Ihnen allen wünsche ich von Herzen Gottes reichen Segen. Vergelt‘s Gott für das, was ich durch Sie und mit Ihnen erfahren, lernen, mitfühlen und an Freude erleben durfte.

Ihre

Susanne Breit-Keßler

 

 

UND DAS NICHT NUR ZUR WEIHNACHTSZEIT

Seelsorge per Telefon und Internet

„Before you commit suicide – ring me up!“ Mit diesen Worten ist 1953 die Telefonseelsorge entstanden. Der anglikanische Pfarrer Chad Varah hatte immer wieder junge Menschen beerdigen müssen, die sich das Leben genommen hatten. Schließlich schaltete er eine Zeitungsanzeige: „Bevor du dich umbringst, ruf an!“ Die „Samaritans“ in England waren geboren.

1956 nahm eine Gruppe engagierter Menschen in Berlin die Idee auf, das damals in nur 10 % aller Haushalte vorhandene Telefon für die Suizidprävention zu nutzen. Sie gründete die „Lebensmüdenbetreuung“ und setzten sich zum Ziel, rund um die Uhr für Suizidgefährdete da zu sein. Diese Arbeit wurde dann als „TelefonSeelsorge“ von der evangelischen und katholischen Kirche weitergeführt und ausgebaut. 

Neben der prinzipiellen Erreichbarkeit rund um die Uhr, der Kostenfreiheit und der Kompetenz der Seelsorgerinnen und Seelsorger ist ein Grundpfeiler der Arbeit die absolute Anonymität. Die Rufnummern der Anrufenden erscheinen auf keinem Display und auch nicht im Einzelverbindungsnachweis der Telefonrechnung. Es gibt keine Vorbedingung für einen Anruf, Jede und Jeder darf anrufen wann immer nötig.

TelefonSeelsorge ist inzwischen eines der bekanntesten Angebote der Kirchen überhaupt. Wird in einer Zeitung von einem Suizid berichtet, werden standardmäßig die beiden Nummern der TelefonSeelsorge, 0800-1110111 und 0800-1110222, angegeben, um potenziellen Nachahmern eine Hilfsmöglichkeit anzubieten. Erkennt Facebook anhand eines eigenen Algorithmus einen suizidal klingenden User, wird ihm empfohlen, die TelefonSeelsorge zu kontaktieren. Dass seit 1980 die Suizidrate in Deutschland von rund 20.000 auf 10.000 gesunken ist, wird auch auf Präventionsangebote wie die TelefonSeelsorge zurückgeführt. Wichtigster Partner und Sponsor dabei ist die Deutsche Telekom. Sie stellt ihre Dienste kostenlos zur Verfügung.

Deutschlandweit gibt es 105 TelefonSeelsorge-Stellen mit 7.500 Ehrenamtlichen. 2018 wurden über die beiden Nummern der TelefonSeelsorge (0800-1110111 und 0800- 1110222) rund 700.000 Seelsorgegespräche geführt. Suizidalität steht dabei inzwischen nicht mehr an erster Stelle. Die meisten Gesprächsthemen kreisen um körperliche und psychische Erkrankungen, Einsamkeit, Ängste und soziale Beziehungen. Ein durchschnittliches Gespräch dauert rund 20 Minuten.

Seit 20 Jahren gehört zum Angebot per Telefon die Onlineseelsorge per Chat und Mail. Wie alle Eltern an ihren Kindern beobachten können, hat sich das Kommunikationsverhalten seit der Verbreitung von Handy und Smartphone drastisch verändert. Die TelefonSeelsorge vollzieht diese Entwicklung konsequent mit. 

Die Evangelische TelefonSeelsorge in München ist im Evangelischen Beratungszentrum (ebz) angesiedelt. 2018 feierten wir das 50-jährige Jubiläum. Das Telefon ist seitdem rund um die Uhr besetzt, abends doppelt. Ein Drittel der 115 Ehrenamtlichen sind auch in der Chat- und Mailseelsorge tätig. Die Seelsorgerinnen und Seelsorger durchlaufen ein intensives Auswahlverfahren. Neun Monate lang dauert die Ausbildung, zu der inzwischen auch die Onlineseelsorge gehört. Die Ehrenamtlichen werden in Gesprächsführung, Seelsorge und häufig begegnenden Themen auf selbsterfahrungsorientierte Weise ausgebildet. Der nächste Ausbildungskurs startet im Frühjahr 2020. 

Wer ein anspruchsvolles und sinnerfülltes Ehrenamt im Rahmen der Kirche ausüben möchte und über Offenheit, Flexibilität und Belastbarkeit verfügt, ist hier an der richtigen Adresse. Infoabende finden am 11. Februar 2020 und am 2. April 2020 jeweils um 18 Uhr im Evangelischen Beratungszentrum, Landwehrstr. 15/Rückgebäude statt.

 

Pfr. Norbert Ellinger

Leiter der Evangelischen TelefonSeelsorge im ebz

 

 

WISSEN SIE SCHON…?

… dass Sie den Redaktionsschluss für den nächsten Gemeindebrief auf der vorletzten Seite beim Impressum finden? Bitte beachten Sie diesen Termin bei Ihren Beiträgen für den Gemeindebrief.

… dass wir dringend Verstärkung suchen für das Redaktionsteam des Gemeindebriefs? Hätten Sie Interesse dabei mitzuarbeiten?  Wir suchen MitarbeiterInnen, damit wir auch weiterhin über die Aktivitäten und Veranstaltungen unserer Kirchengemeinde berichten können. Bitte melden Sie sich im Pfarrbüro. Gerne informieren wir Sie auch näher über die Aufgaben und Tätigkeiten der Redaktion.

… dass wir uns auch heuer wieder am Adventsfenster beteiligen? Am 4.12. öffnen wir im vorderen Pfarrgarten das Adventsfenster. Es ist ein Mittwoch, der ist eigentlich „heilige“ KonfiTime. Mal schauen, ob diese etwas andere Art von Konfi-Kurs auch ihre Freunde unter den Jugendlichen findet und was die Jugendlichen eventuell programmmäßig einbringen könnten? Schau´n mer mal. Jedenfalls würden wir uns wieder über regen Zuspruch aus der Bevölkerung freuen!

… dass wir es in der Adventszeit gerne noch einmal probieren und am 5., 12., und 19. Dezember im Team mit Kantor Jens Luther, Trompetistin Olivia Kunert und Pfarrer Torsten Bader kleine musikalische Adventsandachten anbieten? Heuer zum Thema: „Kommt und seht!“. Beginn ist jeweils um 19 Uhr in der Segenskirche Aschheim.

… dass der Kirchenchor bei der Atempause am 20.12. mitwirken wird? Die Atempause beginnt um 19 Uhr in der evangelischen Kirche Feldkirchen. Ab 18.30 Uhr bieten wir an, die Lieder gemeinsam zu üben und zu singen.