Kirchenvorstand

Der Kirchenvorstand berichtet

Lea Filiposki war von der Jugend unserer Kirchengemeinde in den Kirchenvorstand gewählt worden. Sie hatte schon einen Fuß in Richtung Kirchenvorsteherin gesetzt, als sie die Nachricht bekam: Ausgewählt für einen Einsatz über 12 Monate in Malawi! Seit August ist Lea dort und hat uns zum ersten Mal geschrieben: 

Moni onse (Hallo alle zusammen), 

wie vielleicht einige von Ihnen wissen, mache ich gerade einen Lerndienst in Malawi in Südostafrika. Ich lebe hier in Lilongwe, der Hauptstadt Malawis mit knapp einer Million Einwohnern. Um genauer zu sein: Ich lebe im Süden der Stadt in dem Stadtviertel Biwi (Area 8). In Lilongwe sind die Stadtviertel nummeriert nach dem Siedlungsbeginn in den jeweiligen Vierteln, sodass ich am Anfang leicht verwundert war, warum Area 7 neben 35 und 21 liegt. Am Ende der Straße, in der ich lebe, kommt man auch gleich zur Hauptstraße. Dort kann man an der Bushaltestelle „Shareworld“ in verschiedene Richtungen fahren: meistens fahre ich im Minibus Richtung Kawale/Area 23 zu meiner Schule, man kann aber auch in die andere Richtung zur Stadt fahren, wo man sich nach zehn Minuten TukTuk-Fahrt befindet. In unserem Stadtviertel gibt es eigentlich alles, was man braucht. Da wäre zum Beispiel der große Markt, William, der „Cornershop Besitzer“, mit dem es immer nett ist ein wenig zu plaudern, unsere Nachbarin Esther, die gerne vorbei kommt, und zahlreiche kleine Stände, an denen frische Mangos, Tomaten und Mandazi (kleine frittierte Teigbällchen, die mein Herz im Sturm erobert haben) verkauft werden.  Unser Haus befindet sich in einem Dreier-Komplex mit zwei anderen Nachbarn. Dort lebe ich mit Anna und Charlotte, meinen Mitfreiwilligen, die aber in einem anderen Projekt arbeiten. Für gewöhnlich stehe ich gegen 5 Uhr auf und gehe um 6.30 Uhr aus dem Haus Richtung Arbeit. Das mag vielleicht früh klingen, doch mit dem Sonnenaufgang kommt bei uns das Leben in die Straße. So habe ich das zumindest beobachtet, denn wir stellen eine kleine Ausnahme dar, wenn wir am Wochenende mal ausschlafen. Von Montag bis Freitag arbeite ich dann an der Kaftia Christian Secondary School, wo ich Englisch und Expressive Arts, ein Fach, in dem praktische und künstlerische Elemente mit gesellschaftlichen Themen verknüpft werden, unterrichte. Dabei werde ich von andern Lehrern und Lehrerinnen unterstützt. Ich freue mich sehr, wenn mir meine Grundschulklasse in Expressive Arts stolz ihre Bilder zum Thema „self expression“ zeigt, ich mit dem Netball-Team der Schule trainiere oder mit den Älteren im Unterricht bin. In meinem Lerndienst steht aber nicht nur die Arbeit im Vordergrund, sondern noch viel mehr das Kennenlernen von Sprache und Kultur. Somit freue ich mich, wenn im Klassenzimmer über Politik, Ethik, Glaube und die Liebe diskutiert wird. Unter anderem lerne ich dort mithilfe eines Lehrers Chichewa, die zweite Amtssprache neben Englisch in Malawi. Chichewa ist eine Benuitssprache und wird in Malawi, Sambia und Teilen von Zimbabwe gesprochen. An malawischen Schulen wird Chichewa unterrichtet, doch gibt es noch weitere Sprachen wie Tonga und Yao, die regionen-abhängig gesprochen werden. Somit lerne ich, wann immer ich eine Freistunde habe, die Sprache und verzweifle manchmal an der Doppeldeutigkeit oder der Tatsache, dass man einen ganzen Satz auch in einem Wort ausdrücken kann. Doch es ist ja noch kein Meister vom Himmel gefallen, deswegen versuche ich meine neu gelernten Brocken bei meinen täglichen Minibusfahrten auszuprobieren, was meistens sehr witzig ist. Zuhause bin ich dann meistens mit Hausarbeiten beschäftigt: den liegen gebliebenen Abwasch machen, Wäsche waschen, Einkaufen und so weiter. Abends kochen wir drei WG-Bewohnerinnen gerne gemeinsam, quatschen über unseren Tag und hören Musik. Nicht all zu spät geht es dann ins Bett, weil der nächste Tag schon naht...

Tionana (Bis bald)

Lea Filiposki

 

Um mehr zu erfahren von meinen Erlebnissen können Sie auch gerne meinen Blog besuchen: 

www.leainmalawi.wordpress.com/

 

 

 

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