Geschichtliches

Aus der Geschichte unserer Kirchengemeinde

Feldkirchen hat die älteste evangelische Kirche im Stadt- und Landkreis München. Bereits im Jahr 1803 siedelte sich die erste evangelische Familie im Gemeindegebiet an. Ab 1805 kamen immer mehr Familien aus Baden und der Pfalz hinzu, die auf Veranlassung der Königin Caroline hier günstige landwirtschaftliche Anwesen erwerben konnten. Man erhoffte sich von ihrer Erfahrung mit den heimatlichen kargen Sandböden Fortschritte in der Bearbeitung der ebenfalls kargen Böden der Münchner Schotterebene. 1806 wurde die erste evangelische Pfarrei in München gegründet, zu der auch Feldkirchen gehörte. 1811 bereits wurde die evangelische Schule gegründet. 1818 erlangten die evangelischen Bürger die rechtliche Gleichstellung mit den Katholiken. Weil die Zahl der Evangelischen in Feldkirchen stetig zunahm, wurde 1833 ein „Protestantisches Pfarrvikariat Feldkirchen“ gegründet. Damit kam man dann auch dem Bau der heute noch bestehenden Kirche näher. 1837 wurde der Bau begonnen und auch vollendet. Im Erdgeschoß befand sich die Wohnung des Vikars und ein Schulraum für die Kinder, im Obergeschoß der Kirchenraum. 1856 wurde die heute noch bestehende Ausstattung der Kirche mit Altar, Kanzel, Pfarrersbank und Orgel angeschafft, 1892 die wertvollen Glasfenster, welche den besonderen Schmuck unserer Kirche darstellen. 1905 wurde Feldkirchen zur königlich protestantischen Pfarrei, deren Gemeindegebiet von Riem bis Dorfen und Glonn reichte. Dort entstanden zahlreiche Tochterkirchengemeinde wie Erding, Grafing, Markt Schwaben und in den letzten Jahren Kirchheim und Messestadt. Von den zahlreichen Umbauplänen der Kirche wurde nur der Bau des Pfarrhauses 1911 verwirklicht. Der Umbau der Kirche selbst fiel der Geldentwertung durch die Inflation zum Opfer. Und so ist unsere namenlose, schlicht evangelische Kirche von Feldkirchen etwas Besonderes geblieben. 1999 wurde ein Lift eingebaut, damit Gehbehinderte den Kirchenraum leichter erreichen. Das Untergeschoß wurde umgebaut, die Wohnung entfernt, sodass nun ein gemütlicher Gemeindesaal und ein Raum für die zahlreichen Mutter-Kind-Gruppen entstanden sind. Ein besonderes Datum in der Geschichte der Pfarrei ist der Bau der Segenskirche in Aschheim, die 1996 vollendet werden konnte. Ihr Bau knüpft an die erste Kirche in Aschheim an, denn beide wurden aus Holz gebaut. Die Segenskirche ist ein architektonisch interessant gestalteter Zentralbau, der durch das Holz sehr kommunikativ wirkt. Angebaut sind ein Gemeinderaum, ein Mutter-Kind-Raum und Jugendräume. Heute umfasst das Gebiet der Pfarrei Feldkirchen die Orte Feldkirchen, Aschheim mit Dornach und die Ortschaften der ehemaligen Kommune Parsdorf: Weißenfeld, Hergolding, Neufarn, Purfing und Parsdorf. Zur Zeit umfasst die Gemeinde fast 2500 evangelische Christen. Durch den Zuzug vieler junger Familien in den 90er Jahren hat unsere Gemeinde trotz ihrer langen Tradition ein „junges Gesicht“ und wird geprägt von jungen Leuten. Dem entspricht auch, dass die Gemeinde die Betriebsträgerschaft für zwei Kindergärten in Feldkirchen und Dornach übernommen hat.

Im Jahre 2012 feierten wir im März das 175ste  Kirchbaujubiläum.  Ende April ging Pfarrer Alfred Krauth, nach 21 Jahren in Feldkirchen, in den Ruhestand und erhielt am 10. Mai 2012 die Ehrenbürgerwürde von Feldkirchen.

Zu unserer Freude  übernahm  schon am 1. Oktober 2012 Pfarrerin Ghita Lenz-Lemberg die Pfarramtsführung. Jedoch ist Sie vom 1. August 2014 nun Pfarrerin in der Gemeinde Grafing, im Sprengel Glonn. Pfarrer Torsten Bader ist seit 1. Mai Pfarrer der Kirchengemeinde Feldkirchen und wurde am 3. Mai 2015 von Dekan Peter Marinkovic in sein Amt eingeführt.

Weitere Informationen zur Geschichte von Kirche und Pfarrei entnehmen sie bitte der Chronik der Gemeinde Feldkirchen, und der Festschrift zum Kirchbaujubiläum, die sie kostenlos im Pfarramt und in den Kirchen erhalten können, solange der Vorrat reicht.